Fallmanagement für Mobilien – Fall 3

Insolvenzverwalter versteigert Inventar von Air Berlin – Als Sachverständige für Mobilien mit Zusatzqualifikation Immobilienmanagement überlege ich, ob die Inventar/Mobilienversteigerung unvermeitbar war. Bereits in Mobilien im Advent Tür 18 und in Beratung habe ich diese Frage schon gestellt.

Meine Recherche ergab, dass aktuell im Mobilienfall Air Berlin das Pfandrecht greift – nicht nach BGB §562 Vermieterpfandrecht. Hier greift das allgemeine BGB bei dem Kaufverträge geregelt sind. Solange die Ware nicht 100% bezahlt, d.h. den Eigentümer und Besitzer gewechselt hat, hat der Verkäufer immer noch ein Pfandrecht an der Ware.

Als Folge dieses Gläubiger und Schuldner Forderungsverhältnis zeigt sich bei Air Berlin „wird die mit dem Pfandrecht gesicherte Forderung nicht beglichen, ist der Pfandgläubiger berechtigt, eine Verwertung der Sache gem. § 1228 BGB vorzunehmen“.

Sachverständigeninfo: Das Insolvenzrecht ist ein aufwendiger und teurer – und wie wir bei Air Berlin erleben – langer Prozess. Die schließlich beauftragten Insolvenzverwalter und Verwerter wie hier das Auktionshaus Wilhelm Dechow „lösen“ zu 70% das Finanzproblem mit liquiditätsorientiertem Blick. – Das es aus meiner Sicht nachhaltige Alternativen gibt, zeige ich hier zukünftig in meinem Blog-Beitrag unter dem Stichwort Nachhaltige Sanierung .

Tür 18 – Mobilien im Advent

Alle Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens werden in einem sogenannten Inventar aufgeführt. Dieses „Inventar“ beinhaltet auch die „eingebrachten Sachen“ (Mobilien). Dieser Aspekt der Sachwerte findet sich bei der Mobilien-Beratung als „Anderer Umgang mit eingebrachten Sachen“ aus Mietverhältnissen nach §562 BGB (Vermieterpfandrecht).


Sachverständigeninfo:
In diesem Türchen gehe ich noch nicht auf die „Schulden“ ein. Sie sind/werden Thema in der Mobilien-Serie zu „Lebensfall-Beratung“ bei Veränderung der Vermögens- und (Sozial)Verhältnisse durch u.a. Unfall, Arbeitslosigkeit, Insolvenz.